"Rossi"-Kaserne geht an das Land, Eröffnung in der "Lugramani"

21.09.2026, 15:19

Tauschvertrag für Übertragung der gesamten Rossi-Kaserne in Meran an das Land unterzeichnet – Inbetriebnahme der beiden neuen Gebäude in Bruneck – Gedenktafel erinnert an General Resce

Die Ehefrau von General Ivan Resce und der Generalstabschef des Millitärs, Generalleutnant Carmine Masiello, enthüllten die Gedenktafel für  Generalleutnant Ivan Resce, die am Gebäude 1 der "Lugramani-Kaserne" in Bruneck angebracht wurde. Das Gebäude wurde nach Resce benannt. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Die Ehefrau von General Ivan Resce und der Generalstabschef des Millitärs, Generalleutnant Carmine Masiello, enthüllten die Gedenktafel für Generalleutnant Ivan Resce, die am Gebäude 1 der "Lugramani-Kaserne" in Bruneck angebracht wurde. Das Gebäude wurde nach Resce benannt. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BOZEN/BRUNECK (LPA). Der Plan zur Neuordnung und Aufwertung der Infrastrukturen des Verteidigungsministeriums in Südtirol wird fortgesetzt. Das Generalsekretariat des Verteidigungsministeriums setzt das Projekt zum Tausch und zur Aufwertung von Liegenschaften über die Generaldirektion für Bauarbeiten (GENIODIFE) in enger Zusammenarbeit mit dem Land Südtirol und der Staatlichen Agentur für Staatsgüter (Agenzia del Demanio) um. Damit wird die über Jahre gewachsene institutionelle Zusammenarbeit zur Aufwertung des Immobilienvermögens des Landes weiter gefestigt.

Am 21. September unterzeichneten Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Direktorin der Staatlichen Agentur für Staatsgüter, Alessandra dal Verme, im Palais Widmann den 7. Tauschvertrag. Die Unterzeichnung erfolgte im Beisein des Generalsekretärs des Verteidigungsministeriums, Fabio Mattei, und des Generalstabschefs des Heeres, Generalleutnant Carmine Masiello. Damit wurde die zweite Teilfläche der Kaserne "Rossi" in Meran formell an das Land übertragen.

"Unser Ressort ist besonders stolz darauf, zur Aufwertung des Immobilienvermögens beizutragen, indem ehemalige Kasernenflächen in Räume für die Bürgerinnen und Bürger umgewandelt werden. Unser Motto lautet: Von den Kasernen zur Stadt – Orte der Vergangenheit in Räume der Zukunft verwandeln", sagte der Direktor des Ressorts für öffentliche Arbeiten, Vermögensverwaltung, Grundbuch und Kataster, Daniel Bedin, der den zuständigen Landesrat Christian Bianchi vertrat.

Merans Bürgermeisterin Katharina Zeller begrüßte die Unterzeichnung der Vereinbarung zur Übertragung der ehemaligen Rossi-Kaserne an das Land Südtirol. "Es ist ein wichtiger Schritt, auf den wir seit Jahren gewartet haben, und eine große Chance für die zukünftige Entwicklung Merans. Nun wollen wir die ehemalige Rossi-Kaserne möglichst rasch für eine sinnvolle Zwischennutzung öffnen. Durch die Abtrennung von der Battisti-Kaserne sind dafür die Voraussetzungen geschaffen. Das Land muss nun Flächen und Gebäude zur Verfügung stellen, damit zeitnah Projekte, Initiativen und Aktivitäten von öffentlichem Interesse entstehen können. Gleichzeitig müssen wir gemeinsam die langfristige Entwicklung des gesamten Kasernenareals planen. Ziel muss es sein, neue Impulse für Meran zu setzen und die Stadt insbesondere für junge Menschen und innovative Unternehmen attraktiver zu machen", sagte Zeller.

"Die Modernisierung der Infrastruktur ist eine Investition in die Zukunft des Heeres und vor allem in seine Soldatinnen und Soldaten. Effiziente und den Anforderungen einer modernen Streitkraft entsprechende Lebens- und Arbeitsbedingungen stärken das Personal und seine Fähigkeit, den täglichen Auftrag zu erfüllen", sagte Generalleutnant Carmine Masiello. "Die neuen Gebäude der Kaserne 'Lugramani', die nach General Ivan Resce benannt wurden, sowie die Übertragung der Kaserne 'Rossi' an das Land Südtirol stehen für einen Wandel, der Innovation und Nachhaltigkeit verbindet. Der Mensch bleibt das wichtigste 'Waffensystem' des Militärs. In ihn zu investieren, schafft die Voraussetzungen, um die Herausforderungen von morgen wirksamer zu bewältigen. Möglich wird dies durch die langjährige Zusammenarbeit von Verteidigungsministerium, Institutionen und Land – zum Nutzen unserer Soldatinnen und Soldaten, der Gesellschaft und des gesamten Landes."

Anschließend begab sich die Delegation zur Kaserne "Lugramani" in Bruneck, wo eine Gedenkfeier für Generalleutnant Ivan Resce mit Enthüllung einer Gedenktafel stattfand. Er hatte gemeinsam mit dem ehemaligen Landeshauptmann Luis Durnwalder das ursprüngliche Memorandum vorangetrieben. Eines der im Rahmen der Vereinbarungen errichteten Gebäude wurde ihm zu Ehren benannt. Die neuen Gebäude entsprechen den geltenden Vorgaben für Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Energieeffizienz und einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden. Anschließend wurde das Band zur Fertigstellung der von GENIODIFE betreuten Arbeiten durchschnitten. Errichtet wurden zwei neue Mehrzweckgebäude, die die Einsatzfähigkeit des Heeres und die Unterbringungsstandards für das Personal verbessern.

mdg/pio

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