Una-Tantum-Zahlung für 44.000 öffentliche Bedienstete ist jetzt fix
Landesregierung genehmigt Ermächtigung zur Vertragsunterzeichnung - Auch Südtirol Pass Fix 365 ab dem 1. November enthalten - Amhof: "Schon heute verhandeln wir über strukturelle Lohnerhöhung weiter"
BOZEN (LPA). Für 44.000 öffentliche Bedienstete ist der Weg frei für eine weitere Una-Tantum-Zahlung, die im September erfolgen soll. Die Landesregierung hat am 8. Juli auf Vorschlag von Personallandesrätin Magdalena Amhof die Ermächtigung zur Unterzeichnung des bereichsübergreifenden Kollektivvertrags für den Dreijahreszeitraum 2022 – 2024 beschlossen. Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landesrätin Amhof und Landesrat Philipp Achammer (siehe eigene Pressemitteilung) stellten die Neuerungen im Rahmen der Pressekonferenz nach der Landesregierung vor.
Vor einer Woche waren die Lehrpersonen staatlicher Art an der Reihe (LPA hat berichtet), nun hat die Landesregierung auch den Weg für den Una-Tantum-Inflationsausgleich für 44.000 öffentliche Bedienstete der Landesverwaltung frei gemacht. Zu diesen zählen Mitarbeiter der Landesverwaltung, des Landesgesundheitsdienstes, rund 2200 Landeslehrer (siehe eigene Pressemitteilung), das Personal der Gemeinden, Bezirksgemeinschaften und Seniorenwohnheime, des Wohnbauinstituts (WOBI) und des Verkehrsamtes Bozen/der Kurverwaltung Meran.
„Das ist die vierte Einmalzahlung für diesen Vertragszeitraum, mit der wir dem Kaufkraftverlust entgegenwirken wollen. Ab jetzt wollen wir auf strukturelle Gehaltserhöhungen setzen, die dauerhaft ins Gehalt einfließen und sich viel nachhaltiger auf die Löhne auswirken“, berichtete Landesrätin Magdalena Amhof im Rahmen der Pressekonferenz. Eine strukturelle Erhöhung hatte es bereits 2023 gegeben.
Auszahlung ist innerhalb September geplant
Der Vertrag sieht eine weitere Una-Tantum-Zahlung als Inflationsausgleich vor, die sich auf insgesamt 75 Millionen Euro beläuft. Die Höhe der Einmalzahlung richtet sich nach der Funktionsebene (für die VIII. Funktionsebene beispielsweise 1745 Euro). Bereits im Februar dieses Jahres ist eine erste Zahlung erfolgt (LPA hat berichtet). Die Auszahlung der nun genehmigten zweiten Tranche soll innerhalb September erfolgen.
Ab 1. November 2025 kostenloser Südtirol Pass Fix 365
Zudem wird allen Bediensteten, die mindestens einen Jahresvertrag haben (auch befristet) der Südtirol Pass Fix 365 mit Wirkung ab dem 1. November 2025 kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Maßnahme wird mit Geldern aus dem Kapitel Mobilität und nicht mit Mitteln für die Kollektivvertragsverhandlungen finanziert.
Der Vertrag beinhaltete weiters eine Erhöhung der Beitragsquote zu Lasten des Arbeitgebers im ergänzenden Gesundheitsfonds SaniPro und zwar in der Höhe von insgesamt einer Million Euro.
Strukturelle Lohnerhöhung in Sichtweite
"Der nächste Meilenstein bei den Verhandlungen ist die strukturelle Gehaltserhöhung", kündigte Amhof an. Diese werde für 13 Monatsgehälter im Jahr und rückwirkend ab dem 1. Januar 2025 erfolgen und sozial gestaffelt werden (Lehrpersonal ausgenommen). Zum Beispiel 280 Euro für die 1. Funktionsebene und 380 für die 8. Funktionsebene.
Die Verhandlungen über die strukturelle Gehaltserhöhung werden bereits am Nachmittag des 8. Juli mit den Gewerkschaften wieder aufgenommen. "Ziel ist es, diese Mittel noch innerhalb Jahresende auszuzahlen. Sie sind bereits über den Nachtragshaushalt zugesichert", stellte Amhof in Aussicht.
pir
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- Die Grafik zeigt, welche Una-Tantum-Zahlungen bereits getätigt wurden, welche innerhalb September ausgezahlt werden und wie die strukturelle Lohnerhöhung ab 2025 aussehen soll. (Foto: LPA) » [IMG 243 kB]
- Landesrätin Magdalena Amhof konnte am heutigen 8. Juli die Zusicherung geben, dass 44.000 Landesbedienstete und Landeslehrer innerhalb September eine weitere Una-Tantum-Zahlung als Inflationsausgleich erhalten werden. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Gute Nachrichten für öffentliche Bedienstete und das staatliche Lehrpersonal konnten Bildungslandesrat Philipp Achammer (im Bild von links), Landeshauptmann Arno Kompatscher und Personallandesrätin Magdalena Amhof nach der Sitzung der Landesregierung am 8. Juli überbringen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]

