Reallohnerhöhung an Schulen staatlicher Art: Auszahlung am 27. Oktober

26.10.2026, 16:16

Gehalt für Lehr- und Erziehungspersonal steigt rückwirkend ab 1. Januar 2026 – Laut Personallandesrätin Amhof stärken neue Kollektivverträge Attraktivität pädagogischer Berufe in Südtirol

Am 27. Oktober 2026 erhalten rund 10.000 Lehrpersonen der Grund-, Mittel- und Oberschuleneine Gehaltserhöhung rückwirkend ab Jänner und ausstehende Beträge gesammelt nachgezahlt. (Foto: LPA/Claudia Corrent)
Am 27. Oktober 2026 erhalten rund 10.000 Lehrpersonen der Grund-, Mittel- und Oberschuleneine Gehaltserhöhung rückwirkend ab Jänner und ausstehende Beträge gesammelt nachgezahlt. (Foto: LPA/Claudia Corrent)

BOZEN (LPA). Am 27. Oktober erhält das Lehr- und Erziehungspersonal der Grund-, Mittel- und Oberschulen Südtirols das Gehalt in neuer Höhe. Die Gehaltserhöhung ist rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 wirksam, die ausstehenden Beträge ab Januar in einer einmaligen Auszahlung nachgezahlt. Für die Landesschulen wurde die Gehaltserhöhung bereits im September umgesetzt (LPA hat berichtet).

Für Personallandesrätin Magdalena Amhof ist damit ein wichtiges Ziel erreicht: "Wir haben unserem Vorhaben aus dem Regierungsprogramm Rechnung getragen und die Attraktivität der pädagogischen Berufe deutlich gestärkt – auch für künftige Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger mit entsprechender Ausbildung. Ich bin zuversichtlich, dass sich dieser Schritt aus Sicht der Personalgewinnung in den kommenden Jahren positiv auswirken wird." "Wer von Lehrpersonen hohe Professionalität und dauerhaften Einsatz erwartet, muss auch für eine angemessene Bezahlung sorgen. Mit der morgigen Auszahlung wird dieser Anspruch für die Schulen staatlicher Art konkret. Das stärkt die Menschen im Beruf und damit die Qualität, auf die sich Schülerinnen und Schüler verlassen müssen", unterstreicht auch Bildungslandesrat Philipp Achammer.

Für die Aufwertung des Bildungsbereichs wurden erhebliche finanzielle Mittel bereitgestellt. Allein die monatliche Gehaltserhöhung des Lehr- und Erziehungspersonals an den Schulen staatlicher Art erfordert zusätzliche Ressourcen von rund 60 Millionen Euro pro Haushaltsjahr. Bereits im Schuljahr 2025/26 wurden zudem die Vergütung für Überstunden, die Zulagen für die Begleitung von Schülerinnen und Schülern wie auch die gedeckten Kosten für Kost und Logis im Außendienst deutlich angehoben. Zudem gab es auch im Bildungssektor im Jahr 2025 eine strukturelle Anpassung der Gehälter an die Inflation.

Erhöhung für rund 10.000 Lehrpersonen der Grund-, Mittel- und Oberschulen

Die  Lohnerhöhung am 27. Oktober betrifft rund 10.000 Lehrpersonen der Grund-, Mittel- und Oberschulen und ist  nach Dienstalter gestaffelt. Sie beträgt je nach Dienstalter mindestens 5300 brutto im Jahr. Weniger erhalten Lehrpersonen ohne Studientitel oder Lehramtsstudium. Für sie beträgt die Reallohnerhöhung 2000 Euro brutto im Jahr.

Noch nicht morgen, aber in Kürze umgesetzt wird auch die Anhebung von Berufseinsteigerinnen und -einsteigern in mit entsprechendem Studium in eine höhere Dienstaltersstufe (mit Gültigkeit ab 1. September 2026). Sie sehen somit auf dem morgigen Lohnstreifen noch nicht den definitiven Betrag der Reallohnerhöhung. Nach der Neueinstufung wird das Plus im Jahresbrutto für sie rund 7500 Euro ausmachen. Ein guter Grund, sich frühzeitig um die entsprechende Qualifizierung zu kümmern, glaubt Amhof: "Wir schaffen auf diesem Weg eine spürbare Anerkennung für die akademische Ausbildung und gleichzeitig einen Anreiz für alle anderen, diese nachzuholen."

red/san