Kulturelles Wohlbefinden im Mittelpunkt des Euregio-Museumstags 2026
Kulturelle Teilhabe und Wohlbefinden im Mittelpunt der jährlichen Fachveranstaltung in Trient - Netzwerktreffen im Zeichen gegenseitiger Unterstützung und Entwicklung der drei Länder
TRIENT (LPA). Den Zusammenhang zwischen kultureller Teilhabe und Wohlbefinden hat der Euregio-Museumstag 2026 am 9. Oktober im Teatro Sociale von Trient in den Mittelpunkt seiner Debatte gestellt: Damit greifen die Museen aus Tirol, Südtirol und dem Trentino ein äußerst aktuelles Thema auf: Angesichts einer historischen Phase mit tiefgreifenden Veränderungen sehen sie sich aufgefordert, ihren Beitrag zum Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger neu zu überdenken und neue Formen der Zusammenarbeit mit dem Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen zu entwickeln.
Die Veranstaltung bringt seit 2010 jedes Jahr Museumsfachleute aus den drei Euregio-Ländern zusammen, um das Kooperationsnetzwerk, die gemeinsame Forschung und das kulturelle Angebot der drei Landesteile zu stärken. Eröffnet wurde sie mit Botschaften der drei für die Kulturpolitik zuständigen Regierungsmitglieder, Euregio-Präsident und Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle, Landesrätin Francesca Gerosa (Trentino) und Landesrat Philipp Achammer (Südtirol).
Zwei anerkannte Fachleute leiteten die Diskussion: Rarita Zbranca von Culture Action Europe, die die Rolle der Museen im Wandel hin zum Wohlbefinden untersuchte. Annalisa Cicerchia vom Cultural Welfare Centre stellte nützliche Planungsinstrumente für Museen vor, um zu Gesundheit und Wohlbefinden von Besucherinnen und Besuchern sowie Bürgerinnen und Bürgern beizutragen.
Museumsjahr 2029 in Vorbereitung
Bereits am 8. Oktober hatten sich die Museumsfachleute in der Casa Moggioli, dem Euregio-Büro in Trient, in einem Workshop mit den Perspektiven für das Euregio-Museumsjahr 2029 auseinandergesetzt. Damit wird das erfolgreiche Format des Jahres 2025 fortgesetzt.
Auf die Bedeutung dieser nachhaltigen Fortführung wies Elisa Bertò, Vertreterin des Trentino im Generalsekretariat der Euregio hin: "Die Zusammenarbeit zwischen Museen ist nicht mehr nur eine Chance, sondern eine strategische Notwendigkeit, um Kultur wirkungsvoll zu gestalten. Wenn wir heute unsere territorialen Verbindungen vertiefen, schaffen wir eine solide Grundlage, um nicht nur unsere lokalen Identitäten aufzuwerten, sondern auch zu großen europäischen und regionalen Anlässen gut vorbereitet zu sein. Wir denken dabei besonders an die bevorstehende Ausschreibung des Euregio-Museumsjahrs 2029 - eine wegweisende Veranstaltung, für die wir weitreichende synergetische Projekte entwickeln wollen."
Der nächste Euregio-Museumstag findet im Rotationsprinzip 2027 in Südtirol statt.
nz/ag
Bildergalerie
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- Euregio-Museumstag 2026: Großer Andrang beim Euregio-Netzwerktreffen im Teatro Sociale in Trient (Foto: Euregio/Armin Gluderer) » [IMG 3 MB]
- Videobotschaft von Euregio-Präsident Anton Mattle: "Museen schaffen Räume für Dialog und gemeinsames Erleben." (Foto: Euregio/Armin Gluderer) » [IMG 1 MB]
- Auch Landesrat Achammer hob die Bedeutung dieses Treffens zwischen Museumsfachleuten aus den drei Euregio-Ländern. (Foto: Euregio/Armin Gluderer) » [IMG 1 MB]
- Moderatorin Alessandra Schiavuzzi (links) leitete die Veranstaltung, begleitet von der Expertin Annalisa Cicerchia vom Cultural Welfare Centre. (Foto: Euregio/Armin Gluderer) » [IMG 1 MB]
- Museumsexpertin Rarita Zbranca von Culture Action Europe in ihrem Vortrag per Videokonferenz (Foto: Euregio/Armin Gluderer) » [IMG 177 kB]
- Bei der Podiumsdiskussion wurden verschiedene Best-Practice-Beispiele vorgestellt: (von links) Bianca Ober, Alessandra Schiavuzzi, Alessandro Zen und Brita Köhler (Foto: Euregio/Armin Gluderer) » [IMG 2 MB]
- Elisa Bertò (Euregio-Generalsekretariat): "Es ist wichtig für die Museen, sich zu vernetzen." (Foto: Euregio/Armin Gluderer) » [IMG 2 MB]
