CREA-Gesundheitsreport: Südtirol weiter im italienischen Spitzenfeld
Aktuelle Studie des Forschungszentrums CREA stellt Südtiroler Gesundheitswesen sehr gutes Zeugnis aus - Gemeinschaftshäuser sollen Qualität noch näher an Bürgerinnen und Bürger bringen
BOZEN (LPA). Südtirols Gesundheitswesen zählt weiterhin zu den leistungsstärksten Italiens: Das zeigt der 14. CREA-Gesundheitsreport, der die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme der italienischen Regionen vergleicht. "Der Südtiroler Gesundheitsdienst wird darin der Spitzengruppe zugeordnet und überzeugt insbesondere bei der Versorgungsqualität, den Behandlungsergebnissen, der Angemessenheit der Leistungen, der Innovationskraft und der Gesamtorganisation des Systems", betont das Ressort für Gesundheit und Gesundheitsprävention.
"Der CREA-Report bestätigt, dass das Südtiroler Gesundheitswesen im Vergleich mit den anderen Regionen hervorragend aufgestellt ist. Dieses Ergebnis ist der täglichen Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken und zugleich Ansporn, den eingeschlagenen Weg der Weiterentwicklung konsequent fortzusetzen", betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Gleichzeitig zeige der Report auch, dass die Wahrnehmung von Verbesserungen im Gesundheitswesen in Südtirol deutlich zurückhaltender ausfalle als die tatsächlich gemessene Leistungsfähigkeit des Systems. Besonders betreffe dies die wohnortnahe Versorgung, die häusliche Betreuung sowie die kontinuierliche Begleitung chronisch kranker und pflegebedürftiger Menschen.
Genau hier setze die Südtiroler Gesundheitspolitik an: Mit den neuen Einrichtungen der wohnortnahen Versorgung wie den Gemeinschaftshäusern, den Gemeinschaftskrankenhäusern und den wohnortnahen Einsatzzentralen werde die Gesundheitsbetreuung gerade gezielt ausgebaut. "Die Gemeinschaftshäuser bilden das Herzstück dieses neuen Versorgungsmodells. Dort arbeiten Hausärztinnen und Hausärzte, Familien- und Gemeinschaftskrankenpflegerinnen und -krankenpfleger, Fachärztinnen und Fachärzte sowie Sozial- und Gesundheitsdienste eng zusammen", schildert Messner.
„Die Gemeinschaftshäuser sind weit mehr als neue Gebäude. Sie stehen für eine neue Art der Gesundheitsversorgung. Wenn die Menschen wohnortnahe Angebote, einfachere Versorgungswege und eine kontinuierliche Betreuung unmittelbar erleben, wird auch die hohe Qualität unseres Gesundheitssystems im Alltag noch stärker spürbar werden“, so Messner.
In Südtirol sind aktuell sieben Gemeinschaftshäuser und zwei Gemeinschaftskrankenhäuser in Betrieb, die fünf wohnortnahen Einsatzzentralen arbeiten bereits seit 2024. In den kommenden Jahren soll das Netz der wohnortnahen Einrichtungen weiter ausgebaut und die Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sozialdiensten vertieft werden.
Der CREA-Gesundheitsreport wird jährlich vom Forschungsinstitut C.R.E.A. ("Centro per la Ricerca Economica Applicata in Sanità") erstellt, einem der führenden italienischen Forschungszentren für Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik.
red/pir